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Kunstpädagogik – mit Zertifikat
Didaktisch-Pädagogische Grundlagen
Ästhetische Bildung
Wahrnehmen und Gestalten
Kunst in pädagogischen Prozessen
Kulturelle Bildung, Teilhabe und Diversität
Museumspädagogik und Kulturvermittlung
Inklusion und Integration in künstlerischen Prozessen
Zeichnen und Malen
Plastisches Gestalten
Freies künstlerisches Arbeiten
Projektmanagement
Praxisphase
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Kunstpädagogik – mit Zertifikat

€3960

Über diesen Kurs

Die Weiterbildung dient der Qualifizierung zum kunstpädagogischen Arbeiten und gibt überdies Einblicke in die Themenfelder Kunsttherapie, Museumspädagogik sowie inklusive und integrative Projektarbeit. Durch eine Kombination aus Theorie und vor allem Praxis erlangen unsere Teilnehmenden relevante Kenntnisse für die qualifizierte pädagogische Arbeit mit dem Medium Kunst. So sollen Fach- und Sachkompetenzen in Kunst und Pädagogik vermittelt, verknüpft und praktisch umgesetzt werden. Gemäß den Anforderungen der beruflichen Weiterbildung wird über die rein fachlichen Ziele hinaus auch Sozial- und Methodenkompetenz vermittelt. Allgemeine und fachliche Lernziele sind: Förderung sozialer Kreativität, Entwicklung und Schulung des Urteilsvermögens, Kritikfähigkeit, Bereitschaft zur Kommunikation und Interaktion, Teamfähigkeit und Handlungskompetenz.

Die Methoden folgen einem ganzheitlichen Bildungsansatz und vermitteln in kreativen Prozessen spielerisch die Grundlagen künstlerischer Arbeit, Didaktik und Kunstpädagogik. Neben der Vermittlung der kunstpädagogischen Grundlagen, werden unsere Teilnehmenden auch zu eigenständigen Projektarbeit qualifiziert; von der Planung und Koordinierung bis hin zur Finanzierung von Kunst- und Kulturprojekten.

Module

✓ Didaktische und kunstpädagogische Grundlagen und Methoden
✓ Ästhetische Bildung
✓ Wahrnehmen und Gestalten
✓ Kunst in pädagogischen Prozessen
✓ Kulturelle Bildung, Teilhabe und Diversity
✓ Museumspädagogik und Kulturvermittlung
✓ Inklusion und Integration in künstlerischen Prozessen
✓ Zeichnen und Malen
✓ Plastisches Gestalten
✓ Freies künstlerisches Arbeiten
✓ Projektmanagement
✓ Praxisphase

⇨ Mehr Infos zu den einzelnen Modulen unter „Curriculum“.

Inhalte

✓ Pädagogik und Didaktik
✓ Zeichnen und Malen
✓ Museumspädagogik und Kulturvermittlung
✓ Kulturelle Teilhabe und Diversity
✓ Ästhetische Bildung
✓ Zeichnerische Ausdrucksmöglichkeiten/Comic
✓ Plastisches Gestalten
✓ Radierung und Druck
✓ Wahrnehmen und Gestalten
✓ Arbeiten mit Holz und Ton
✓ Steinbildhauerei
✓ Kunst in pädagogischen Prozessen
✓ Graffiti & Streetart
✓ Inklusion und Integration in künstlerischen Prozessen
✓ … und weitere.

Zielgruppe

Die Weiterbildung richtet sich an Lehrer*innen & Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen sowie Beschäftigte in schulischen & außerschulischen Bildungseinrichtungen, Kindergärten & Kitas, Offener Jugendarbeit, Altenheimen, Einrichtungen der kulturellen Bildung und pflegerischen Berufen sowie an Künstlerinnen und Künstlern mit Interesse am Berufsfeld der Kunstpädagogik.

Service Learning

Begleitet wird die Weiterbildung durch das Modell des Service Learnings. Dieser Ansatz stammt aus dem anglo-amerikanischen Raum und umfasst im Wesentlichen die Kombination aus kognitivem Lernen und praxisnaher Anwendung. Im Praxismodul setzen die Teilnehmenden ihre Kenntnisse aus der Theorie anhand eines konkreten Konzepts in der Praxis um. Die Weiterbildung schließt mit der Präsentation dieses Abschlussprojekts. Das Praxisprojekt kann diverse Facetten haben und soll der Arbeitsrealität der Teilnehmenden nahe kommen. Bei berufsbegleitenden Weiterbildungen können Inhalte und Vorgaben der Arbeitnehmer*innen berücksichtigt werden.

Bildungsziele

✓ Vermittlung theoretischer sowie praktischer Kenntnisse für die Arbeit in diversen kunstpädagogischen Berufsfeldern
✓ Vermittlung von Didaktik und Methodik
✓ Praxisnahe Vermittlung & Anwendung von Techniken und Methoden
✓ Entwicklung eines persönlichen künstlerischen Profils
✓ Umsetzung eines Praxisprojekts

Umfang & Ablauf

✓ Dauer: 18 Monate (Start: Frühjahr und Herbst)
✓ Struktur: 330 Unterrichtseinheiten in Wochenend-Seminaren + 5-tägiger Bildungsurlaub
✓ Abschluss: großes Zertifikat Kunstpädagogik
✓ Weiterbildungsgebühren: 220 €/ Monat (Gesamt: 3.960€)
✓ Kursgröße: 5-12 Teilnehmende

Abschluss

Mit Abschluss der Weiterbildung erhalten Sie ein ausführliches Zertifikat als ‚Kunstpädagog*in‘.

Förderungen & Ermäßigungen

Die Einreichung von Bildungsscheck und Bildungsprämie bis zu 500,00 € ist möglich. Die Weiterbildungsgebühren können zudem von der Finanzbehörde als abzugsfähig anerkannt werden.

Seminarort

Der Kurs findet in unseren Seminarräumlichkeiten in Köln statt: Hamburger Straße 15-17, 50667 Köln. Einzelne Module finden im Museum oder den Ateliers von kooperierenden Künstlerinnen und Künstlern statt.

Ansprechpartner

Bei Fragen zu Ablauf und Inhalten sowie weiterem Beratungsbedarf wenden Sie sich gerne an unsere Kursleitung Jan Hochkamer und Marie Herber. Sie erreichen uns telefonisch unter 0221-1390551 sowie persönlich in der Hamburger Straße 15-17, 50667 Köln oder per E-Mail: kik[at]daskulturgetriebe.de

 

Course Curriculum

Didaktisch-Pädagogische Grundlagen

Kulturvermittlung und -pädagogik ist konzeptionelle Arbeit, die theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen miteinander verbindet. Pädagogik setzt sich als wissenschaftliche Disziplin mit der Theorie und Praxis von Bildung und Erziehung auseinander. Didaktik ist dabei eine zentrale Disziplin der Pädagogik, thematisiert wird unter anderem die Kunst und Wissenschaft des Unterrichts, des Lernens und des Lehrens. Kunstpädagogik ist selbst künstlerische Praxis, aber auch Projektarbeit an der Schnittstelle zwischen den Künsten und der Pädagogik.

Ästhetische Bildung

In der ästhetischen Bildung geht es nicht vorrangig um die Aneignung von Wissen, sondern vielmehr um sinnliche Erfahrungen als Quelle von Wissen und Erkenntnis. Dabei stehen die Entwicklung und Differenzierung der Wahrnehmungsfähigkeiten im Vordergrund, um Menschen die aktive, künstlerische Aneignung und kreative Verarbeitung ihrer Umwelt zu ermöglichen.

Wahrnehmen und Gestalten

Unsere Wahrnehmung ist ständig aktiv, denn wir sind täglich tausenden Reizen unserer Umwelt ausgesetzt. Der ihr zugrundeliegende Prozess der Aufnahme und Verarbeitung vielfältiger Sinneseindrücke bildet die Voraussetzung für die seelische, soziale und kognitive Entwicklung des Menschen und bietet eine Orientierung in seiner dinglichen und sozialen Umgebung. Das Gestalten geht noch einen Schritt weiter, indem durch einen kreativen Schaffensprozess ein bewusster Eingriff in die Umwelt vorgenommen wird. Ästhetische Gestaltung von unmittelbar Wahrnehm- und Spürbarem.

Kunst in pädagogischen Prozessen

Kunst nimmt einen entscheidenden Teil in der ästhetischen Erziehung und Bildung ein. Dabei geht es primär um bildende Kunst und deren Gestaltungsweisen. Ästhetische Erfahrungen sollen ermöglicht und visuelle sowie bildnerisch-ästhetische Kompetenzen geschult werden. Mittelpunkt ist neben der rezeptiven Erfahrung auch das produktive Erlebnis. Über die Wahrnehmung hinaus geht es also auch um das eigene Gestalten im bildnerischen, musikalischen, dichterischen oder darstellerischen Kontext. Kunstpädagogik entwirft Konzepte für alle Altersgruppen, jedoch liegt der Schwerpunkt dabei meist im schulischen Kunstunterricht.

Kulturelle Bildung, Teilhabe und Diversität

Kulturelle Teilhabe bedeutet ganz grundlegend die Partizipation des Einzelnen am künstlerischen und kulturellen Geschehen in einer Gesellschaft. Dabei geht es um die individuelle aber auch kollektive Auseinandersetzung mit Kultur sowie künstlerischen und sozialen Aktivitäten, die zu einer aktiven Mitgestaltung des kulturellen Lebens anregen. Kulturelle Bildung bietet eine wichtige Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, denn Kunst und Kultur sind eine Sprache, die auch ohne Worte verstanden wird. Die große Bedeutung der kulturellen Teilhabe in der individuellen Persönlichkeitsentfaltung, in eigenen Selbstverständnis und in der Teilhabe an unserer Gesellschaft bietet ein Fundament für eine demokratische Gesellschaft. Es wird ein tiefergreifendes Verständnis im Umgang mit Diversität erwirkt, das die Grundannahme der gesellschaftlichen Bereicherung durch die Einbeziehung und Gestaltung von Vielfalt verfolgt.

Museumspädagogik und Kulturvermittlung

Museumspädagogik ist ein sehr umfassender Bereich, versteht sich aber grundsätzlich als die Vermittlung des Sammlungsgutes eines Museums. Es werden methodisch-didaktische Konzepte entwickelt, um die Besucher an Ausstellungsobjekte heranzuführen, ein möglichst breites Publikum zu erreichen, viele Menschen für das Museum zu interessieren und mit den Themen des Museums zusammenzubringen. Oftmals wird im Sinne der Qualitätssicherung ein Vermittlungskonzept erarbeitet, welches Konform mit der Vision und dem Leitbild des Museums ist und somit einen wichtigen Teil des Museumskonzeptes darstellt. Die Kulturvermittlung bewegt sich dabei immer an der Schnittstelle zwischen Kultur und Pädagogik, es werden Theorien und Praktiken aus beiden Bereichen adaptiert und neu interpretiert.

Inklusion und Integration in künstlerischen Prozessen

Künstlerische Prozesse und Projekte im Sinne der Integration, vor allem aber auch der Inklusion, sollen gleichermaßen allen Menschen offenstehen, unabhängig von ihren körperlichen, psychischen, geistigen, kulturellen, religiösen oder sozialen Voraussetzungen. Der Einsatz innovativer, künstlerischer Formate soll Zugänge schaffen und zum Abbau bestehender Barrieren im Kulturbetrieb dienen.

Zeichnen und Malen

Die Methoden des Zeichnens und Malens werden als visuell gestaltenden Künste dem Oberbegriff der „Bildenden Kunst“ zugeordnet. Im Rahmen eigener künstlerischer Arbeiten werden verschiedene Medien und Techniken angewandt, um beispielsweise zeichnerische Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln und (nicht-)kommerzieller Kunst im öffentlichen Raum zu erforschen. Je nach Dozent*in werden Bereiche wie Comic, Radierung und Druck oder Graffiti und Streetart erkundet.

Plastisches Gestalten

Beim plastischen Gestalten geht es um die Erschaffung räumlich erfahrbarer Kunstwerke. Die kreative Arbeit mit verschiedensten Materialien (z. B. Ton, Holz oder Stein) führt neben dem Erwerb von handwerklichem Können auch zu einem guten Gefühl für Proportionen, Gewichtung und Formen. Im Rahmen der künstlerischen Arbeit stehen Phantasie, sinnliche Wahrnehmungserprobung und ästhetisches Verständnis im Vordergrund. Je nach Dozent*in werden unterschiedliche Bereiche, wie die dreidimensionale Arbeit mit Holz oder Ton und Steinbildhauerei, erkundet.

Freies künstlerisches Arbeiten

Die Moduleinheiten des freien Arbeiten ermöglichen es den Teilnehmenden, mit frei gewählten künstlerischen Mitteln und Techniken zu experimentieren. Im Austausch mit dem/der Dozent*in beschäftigen sie sich mit verschiedenen Materialien und Möglichkeiten zur eigenen Ideenfindung.

Projektmanagement

Projektmanagement beinhaltet die Initiation, die Planung, die Steuerung, die Kontrolle und den Abschluss von Projekten. Die Verantwortung der Projektmanager*innen liegt sowohl in der Einhaltung der festgelegten Ziele innerhalb der passenden Zeit und unter Berücksichtigung des verfügbaren Budgets. Die Aufgaben reichen dabei von der Zieldefinition zur Kosten- und Terminplanung bis hin zum Risikomanagement. Ein vorrangiges Ziel des Projektmanagements ist es, die drei Faktoren Leistung, Kosten und Zeit sinnvoll zu verbinden und mit den relevanten Akteur*innen zu koordinieren, um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Dabei ist die Balance zwischen diesen Faktoren eine verantwortungsvolle und oft schwierige Rolle, die sehr guter Kommunikation bedarf.

Praxisphase

Die Praxisphase ist das Kernstück und Markenzeichen aller Weiterbildungen in unserem Institut. Weil uns eine praxisnahe Vermittlung besonders wichtig ist, fokussieren wir von Anfang an den Transfer von theoretischen Inhalten in die praktische Umsetzung. Unsere angehenden Kunstpädagog*innen erarbeiten während der gesamten Weiterbildung zwei Projektkonzeptionen, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen sollen. Die erste Zielgruppe wird von der Kursleitung definiert und schon sechs Monate nach dem Start wird die erste Konzeption eingereicht und in dem 5-tägigen Bildungsurlaub, in einer Schaustunde angewandt, werden. Die zweite Projektkonzeption muss bis zum letzten Weiterbildungswochende eingereicht, außerhalb des Kurses durchgeführt und in einem Projektbericht evaluiert werden. Nach erfolgreicher Absolvierung der Weiterbildung liegen somit zwei belastbare Referenzprojekte bei den Teilnehmenden vor, durch die sie nachweisen können, dass bereits eine relevante kunstpädagogische Erfahrung vorliegt. Neben den kunstpädagogischen Projekten stellen die Teilnehmenden bei der Abschlusspräsentation außerdem eine künstlerische Arbeit vor, die während der Weiterbildungszeit entstanden ist.