‚Outreach‘ mit der Bundeskunsthalle – Interview mit Christian Gänsicke und Johanna Adam
Um Gesellschaftsgruppen zu erreichen, die bisher noch nicht zum traditionellen Publikum gehören, widmen sich immer mehr öffentliche Kultureinrichtungen dem Thema ‚Outreach‘. Auch in traditionellen Feldern der Kulturarbeit scheint Konsens darüber zu bestehen, dass Teilhabe nur durch die Erprobung neuer Methoden erreicht werden kann. Dafür müssen Kultureinrichtungen über die eigenen vier Wände hinausdenken und handeln. Im August startet an der Bundeskunsthalle in Bonn das Outreach-Projekt ‚Diversity Umbrella‘. Anlässlich dessen haben wir mit Christian Gänsicke (Leiter der Abteilung Vermittlung) und Johanna Adam (Kuratorin) über die Zielsetzung und das Potential von Outreach-Programmen gesprochen. Jérôme J.
„Normalität ist keine Option“ – Hannovers Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025
von Leah Niederhausen Chemnitz wird Kulturhauptstadt Europas 2025. Das ist bekannt. Nürnberg zeigte sich damit zunächst nicht sonderlich einverstanden. Auch das ist bekannt. Aber wer waren eigentlich die drei anderen deutschen Bewerberstädte? Welche Ideen hatten Hannover, Hildesheim und Magdeburg? Bei der Betrachtung der einzelnen Bid Books (Konzepte) dieser Städte springt vor allem eine Bewerbung in ihrer Andersartigkeit sofort ins Auge: Hannover. Bewerbung als Kunst Die Landeshauptstadt Niedersachsens, die ansonsten oftmals mit einer gewissen Nüchternheit in Verbindung gebracht wird, sorgte mit einem radikalen Bid Book für Aufsehen. Anstatt es den anderen Bewerberstädten gleichzutun und den
11 Fragen an Jabbar Abdullah
"Kunst ist am Ende Geschmackssache. Es ist wichtig, dass es Kunst gibt und bleibt. Sie muss nicht jedem gefallen." Jérôme Lenzen hat viele Fragen. Elf davon stellt er Kulturschaffenden in Köln. Das Besondere? Die Fragen bleiben identisch; die Befragten jedoch wechseln durch. Dieses Mal spricht er mit Jabbar Abdullah. Wer bist Du? Ich heiße Jabbar Abdullah und bin Archäologe, Autor und Kurator aus Syrien. Seit 2015 lebe und arbeite in Deutschland, in Stadt Köln. Ich bin Autor des Buches „Raqqa am Rhein“. Außerdem bin ich Mitbegründer und 2. Vorsitzender des Vereins 17_3_17, der
11 Fragen an Selina Pfrüner
"Ich bin nach wie vor beeindruckt von allen Kulturschaffenden, die einfach durchgehalten haben, in dieser langen Corona-Durststrecke." - Selina Pfrüner Jérôme Lenzen hat viele Fragen. Elf davon stellt er Kulturschaffenden in Köln. Das Besondere? Die Fragen bleiben identisch; die Befragten jedoch wechseln durch. Dieses Mal har Jérôme seine Fragen Selina Pfrüner gestellt. Selina Pfrüner ist freischaffende Fotojournalistin und Fotokünstlerin und arbeitet in den Bereichen Portrait und Reportagen überregional / europaweit für Magazine & Corporate Publisher, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und als Fotodozentin an der FH Dortmund. In Auftragsarbeiten sowie freien künstlerischen Projekten liegt
Art Junk im Interview – Social Media im Kulturbetrieb
Vor einiger Zeit haben wir auf unserem Blog angefangen das Thema 'Social Media im Kulturbetrieb' zu behandeln, denn auch für Kulturinstitutionen ist es mittlerweile unumgänglich Social Media in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. In unserem Beitrag "Freundin und Helfer oder Kreativitätskiller? – Social Media im Kulturbetrieb" haben wir insbesondere den Umgang mit dem Instagram-Algorithmus zur Diskussion gestellt und danach gefragt, ob Postings am Ende wirklich nur dem eigenen bzw. dem Interesse der Follower:innen gewidmet sind oder die Motivation dem Algorithmus zu gefallen so hoch ist, dass der komplette Content sich plötzlich radikal
Art Leaders Part 2 – Yvonne Büdenhölzer im Interview
Und dann habe ich mich an den Rat eines Kollegen erinnert, der mal zu mir gesagt hat: Interessant wird es immer dann, wenn man eine Aufgabe annimmt, die ein bisschen „zu groß“ erscheint. Im zweiten Interview zu Arts and Leading möchten wir Euch Yvonne Büdenhölzer vorstellen. Die gebürtige Kölnerin war nach ihrem Studium der Germanistik und Pädagogik in zahlreichen Leitungspositionen in Kunst und Kultur tätig. Dazu gehörte in den Jahren 2009 und 2010 die Kuration und das Management der Theaterbiennale Neue Stücke aus Europa. Einen ihrer thematischen Schwerpunkte definierte sie durch ihr Mitwirken im
Arts & Leading
Von Janine Henn & Jérôme J. Lenzen. Was zeichnet eine gute Leitung im Kulturbereich aus? Von Führungskräften hören wir oft erst dann, wenn ein Skandal über sie hereinbricht. Klaus Dörr und Shermin Langhoff waren die jüngsten Einträge auf einer langen Liste von Führungsskandalen. Denn gerade in verantwortungsvollen Positionen werden Fehler nur ungern verziehen. Man könnte sagen, zu Recht. Die Zeitungen haken vor allen Dingen dann intensiv nach, wenn vonseiten der Kulturpolitik kein entschlossenes Handeln zu erkennen ist. Doch bei der Häufung von Skandalen in jüngster Zeit rückt eine neue Frage zunehmend in den
Arts & Leading: Ode an die Wertschätzung
von Janine Henn. Nach meiner Erfahrung sind die populärsten Chefs auch nicht immer unbedingt die besten, so Drehbuchautor Ralf Husmann (im Podcast Lakonisch Elegant), der selbst Serienrollen wie Stromberg und Frau Jordan erschuf. Beide spielen eine Führungsperson, die jedoch kaum unterschiedlicher sein könnten. Die Bandbreite der Persönlichkeiten in Führungspositionen ist eben genauso groß wie die Vielfalt unserer menschlichen Spezies. Und ganz klar – nicht alle von Ihnen sollten diese Position innehaben. Wieso ungeeignete Personen trotzdem Unternehmen leiten? Nun zunächst einmal wissen sie nichts davon, dass sie ungeeignet sind. Bei einigen fällt vielleicht
Das jfc Medienzentrum mit neuem Medienhaus im Clouthquartier in Köln-Nippes
Vergangenes Jahr hat unser Verein gemeinsam mit anderen Vertreter:innen der freien Kulturszene das neue Medienhaus im Cloutquartier in Köln-Nippes bezogen. Es steht für eine kreative, kritische und künstlerische Auseinandersetzung mit Medien. Den größten Teil des Hauses bespielt das jfc Medienzentrum. Wir haben mit der stellvertretenden Leitung des Hauses, Nina Stapelfeldt, gesprochen, um uns und Euch ein Bild von der Arbeit beim jfc machen zu können. Aktuell ist dort nämlich eine ziemlich spannende Stelle im Kulturmanagement zu vergeben. Ihr wollt mehr dazu wissen? Schreibt uns an oder schaut auf unserem Profil auf
Der Kunsthafen im Rhenania – frischer Wind in der Kölner Kunst- und Kulturszene
Von Lilly Schäfer Die Philosophie des Kunsthafens Wir […] sind neugierig und gehen unvoreingenommen und offen an die Dinge heran. Elitäres Kunst-Denken liegt uns fern. Auch unbekannte, aber dafür qualitativ hochwertige und künstlerisch wertvolle Arbeiten und Projekte wecken unser Interesse […] Die unkonventionelle Ästhetik der Kunst fördern wir. Christian, Nadine und Lenah…sie sind der Kunsthafen- ein junges, mülheimendes Team, das es sich zur Aufgabe macht die Kölner Kunst- und Kulturszene mit einer Leidenschaft für Newcomer-Kunst und einem Faible für Unkonventionelles zu bereichern. Die Verbindung der drei Betreiber*innen entstand durch eine Veranstaltung im Kulturbunker in Köln-Mülheim,