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"Kunst ist am Ende Geschmackssache. Es ist wichtig, dass es Kunst gibt und bleibt. Sie muss nicht jedem gefallen." Jérôme Lenzen hat viele Fragen. Elf davon stellt er Kulturschaffenden in Köln. Das Besondere? Die Fragen bleiben identisch; die Befragten jedoch wechseln durch. Dieses Mal spricht er mit Jabbar Abdullah. Wer bist Du? Ich heiße Jabbar Abdullah und bin Archäologe, Autor und Kurator aus Syrien. Seit 2015  lebe und arbeite in Deutschland, in Stadt Köln. Ich bin Autor des Buches „Raqqa am Rhein“. Außerdem bin ich Mitbegründer und 2. Vorsitzender des Vereins 17_3_17, der

Von Janine Henn & Jérôme J. Lenzen. Was zeichnet eine gute Leitung im Kulturbereich aus? Von Führungskräften hören wir oft erst dann, wenn ein Skandal über sie hereinbricht. Klaus Dörr und Shermin Langhoff waren die jüngsten Einträge auf einer langen Liste von Führungsskandalen. Denn gerade in verantwortungsvollen Positionen werden Fehler nur ungern verziehen. Man könnte sagen, zu Recht. Die Zeitungen haken vor allen Dingen dann intensiv nach, wenn vonseiten der Kulturpolitik kein entschlossenes Handeln zu erkennen ist. Doch bei der Häufung von Skandalen in jüngster Zeit rückt eine neue Frage zunehmend in den

von Lilly Schäfer   Das Zusammenspiel der Performenden transportiert in Kombination mit Musik, Licht und Kostüm eine bestimmte Atmosphäre. Hinzu kommen gerne provokante Mittel wie Nacktheit, Schreie, Flüssigkeiten, die verteilt werden, und vieles mehr. […] Durch solche Kontraste und Bilder, die nicht unseren „normalen“ Sehgewohnheiten entsprechen, wird das Publikum aufgerüttelt, irritiert und zum Nachdenken gebracht. - Anthea Petermann, Pressesprecherin der TanzFaktur Entstehung und kulturelle Bedeutung der TanzFaktur Die TanzFaktur – ein Ort, der Menschen bewegen möchte – emotional sowie physisch. Seit 2014 hat sich das kulturelle Zentrum in Deutz sowohl als Veranstaltungsort und Proberaum

Von Lilly Schäfer Die Philosophie des Kunsthafens Wir […] sind neugierig und gehen unvoreingenommen und offen an die Dinge heran. Elitäres Kunst-Denken liegt uns fern. Auch unbekannte, aber dafür qualitativ hochwertige und künstlerisch wertvolle Arbeiten und Projekte wecken unser Interesse […] Die unkonventionelle Ästhetik der Kunst fördern wir.   Christian, Nadine und Lenah…sie sind der Kunsthafen- ein junges, mülheimendes Team, das es sich zur Aufgabe macht die Kölner Kunst- und Kulturszene mit einer Leidenschaft für Newcomer-Kunst und einem Faible für Unkonventionelles zu bereichern. Die Verbindung der drei Betreiber*innen entstand durch eine Veranstaltung im Kulturbunker in Köln-Mülheim,

von Marie Brüggemann Wie werde ich eigentlich Museumspädagog*in? Diese Frage musste ich mir vor kurzem stellen – denn kurz vor Abschluss eines Masters der Kulturanthropologie kombiniert mit einem Ergänzungsbereich in ‚Museumsstudien‘ an der Universität Bonn – weiß ich eigentlich gar nicht so recht was danach kommt. Vor allem schwebt mir die Frage im Kopf umher, ob ich mit meinem Masterabschluss tatsächlich irgendwann in einem Museum arbeiten könnte, vielleicht ja sogar in der Museumspädagogik und Kunstvermittlung. Ist das ohne ein Studium in der Kunstgeschichte überhaupt möglich? Welche anderen Stationen braucht es noch, damit

von Jasmin Löffler   Welchen Wert haben Kunst und Kultur in unserer Gesellschaft? Diese Frage kommt zurzeit immer öfter auf, wenn wir an geschlossenen Kultureinrichtungen vorbeilaufen und sehen, wie unsere Lieblingstheater, -konzerthallen, -galerien und co. leer stehen und es auch nicht sicher ist, wann und ob sie wieder öffnen können. Es steht außer Frage, dass Kontakte reduziert werden müssen, um die Pandemie einzudämmen und es ist verständlich und richtig die möglichen Treffpunkte von Menschen zu minimieren. Allerdings werden staatlich gesetzte Prioritäten anhand von politischen Krisenentscheidungen deutlich: die Kultureinrichtungen machten zu, während Gastronomie und

von Lilly Schäfer Vom Dönerladen bis hin zur Philharmonie Das Wort Leidenschaft wird bei der c/o pop großgeschrieben. Jedes Detail der Festivalplanung wird mit viel Zeit und Liebe durchdacht und macht das Festival zu einem bunten und vielseitigen Raum für Musik und Popkultur. Wobei der Begriff Raum in seinem klassischen Sinne wohl die falsche Bezeichnung für die Festival-Location ist. Denn genau dieser ist es, der die c/o pop so besonders macht: die In- und Outdoor-Konzerte sind in ganz Köln verteilt. Die c/o pop macht sich die Stadt zu eigen und zwar nicht nur die klassische

von Leah Niederhausen Chemnitz wird Kulturhauptstadt Europas 2025. Das ist bekannt. Nürnberg zeigte sich damit zunächst nicht sonderlich einverstanden. Auch das ist bekannt. Aber wer waren eigentlich die drei anderen deutschen Bewerberstädte? Welche Ideen hatten Hannover, Hildesheim und Magdeburg? Bei der Betrachtung der einzelnen Bid Books (Konzepte) dieser Städte springt vor allem eine Bewerbung in ihrer Andersartigkeit sofort ins Auge: Hannover.   Bewerbung als Kunst Die Landeshauptstadt Niedersachsens, die ansonsten oftmals mit einer gewissen Nüchternheit in Verbindung gebracht wird, sorgte mit einem radikalen Bid Book für Aufsehen. Anstatt es den anderen Bewerberstädten gleichzutun und den

Von Jérôme Lenzen „Wir wollen der Geschichte nicht den Rücken zukehren, sondern uns ihr neu stellen.“ Die Nürnberger Bewerbung als Kulturhauptstadt 2025 versucht einen Spagat. Auf der einen Seite steht die Konfrontation mit dem historischen Erbe einer Stadt, die eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung des Nationalsozialismus eingenommen hat. Und auf der anderen Seite steht der Blick in die Zukunft oder besser gesagt die „Suchbewegung in eine bessere Zukunft“. Zukunft und Vergangenheit, Past Forward lautet das Leitmotiv, welches in insgesamt 10 Zielen mündet. Darunter fallen Schlagworte wie Chancengerechtigkeit, Teilhabe und Inklusion,